heavy thoughts
Nach außen hin mochte Billianas Welt für lange Zeit makellos wirken. Sie wuchs in einer wohlhabenden Familie auf - umgeben von finanziellen Sicherheiten und somit Privilegien, die viele nicht zu erwarten hatten. Es fehlte ihr nie an materiellen Möglichkeiten oder Zukunftsperspektiven – doch hinter der perfekten Fassade blieb etwas Entscheidendes unerfüllt: Zuwendung und Nähe. Schon als Kind zeigte Billiana eine feinsinnige, fragende Art, die in der zu strukturierten Welt ihrer Eltern wenig Platz fand. Sie wurde früh in ihrem Verhalten korrigiert und lernte damit, der Familien entweder zuviel - oder aber zu wenig zu sein.
Während ihr Bruder scheinbar mühelos sein Leben zu bestreiten, begann Billiana sich zurückzunehmen. Unmerklich rückte sie in den Hintergrund und gewöhnte sich daran, weniger Raum einzunehmen. Was als Anpassung begann, entwickelte sich mit den Jahren zu einer tiefen inneren Schwere.
Dieses Gefühl schlich sich schleichend in ihren Alltag - und blieb doch beharrlich. Müdigkeit, Rückzug und eine stetige Erschöpfung bestimmten zunehmend Billianas Tag. Niemand nannte es beim Namen. Stattdessen folgten Arztbesuche, Therapien und schließlich wiederkehrende Krankenhausaufenthalte. Es fehlte ihr weniger an professionelle Hilfe als das Gefühl, bedingungslos gehalten zu werden.
Ihre Jugend wurde durch lange Abwesenheiten vom Schulalltag zerrissen. Freundschaften zerbrachen, Routinen gingen verloren und das Gefühl, nicht dazuzugehören, verfestigte sich. Ohne ihren Bruder wäre ihr wohl bereits jeglicher Halt verloren gegangen und so wünscht sie sich eigentlich nichts mehr, als Teil dieser Welt - seiner Welt - sein zu können. Ihn endlich spüren zu lassen, dass all seine Bemühungen einen Sinn haben.
15.02.2026, 13:30 - Wörter:
Name & Alter: Lore + 34 Jahre
Gesuch: Ja, ein Gesuch von @
Bartholomew Sinclair -
Hier gehts zum Gesuchssthread.
Triggerwarnungen: Ja - schwere Depressionen
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